Aufgrund vermehrter Fragen von Kunden wie ich denn zu meinem Business gekommen bin, hier eine kurze Geschichte dazu.

Kurz zusammengefasst: Sie ist aus der eigenen Not entstanden! Wie so oft.

Jetzt aber zum genaueren Hintergrund.

2011 versuchte ich – ja versuchte – meine gestalterischen Fähigkeiten in Form von Designbewerbungen auszuleben. Dies in der Hoffnung, ich könne bald meinen Job an den Nagel hängen. Es blieb allerdings beim Versuch, denn damals war die Akzeptanz auf dem Markt sehr gering. Die meisten HR-Abteilungen orientierten sich noch am Standard. Auch meine eigenen versandten Bewerbungen sind nicht oft akzeptiert worden. Dennoch, ich wollte anders sein als der Standard und zog es gnadenlos durch. Mit dem Gedanken: Wenn mich jemand aufgrund meiner Bewerbung nicht einlädt, dann passt es sowieso nicht. Allerdings war die ganze Angelegenheit sehr ernüchternd, da meine Facebook Page nur 13 Likes erhalten hat in gut 2 Monaten. Budget hatte ich auch keines und Ahnung von Facebook-Marketing schon gar nicht, obwohl ich aus dem Marketing stammte. Demnach gab ich diese Geschichte nach gut 3 Monaten auf. Fazit: 1 Auftrag erhalten und dutzende Stunden verbrannt. Also vergessen das Ganze!

2015 der nächste wichtige Schritt. Damals war ich Teamleader B2B Marketing SME und führte 4 Personen und 1 Auszubildender bei Sunrise. Soweit so gut. Ich hatte mich bei Sunrise innert 2 Jahren schnell hochgearbeitet vom Shop Dispatcher, über den Sales Agent, zum Trainer und Coach bis ins Marketing zum Spezialisten und schlussendlich Teamleader B2B Marketing. Ja, hat grossen Spass gemacht, war aber auch ein hartes Stück Arbeit. Verdient hatte ich auch gut, also keinen Grund zu Sorge. Bis es September 2015 wurde.

 

DER CUT!
Ich kam also wie immer ins Büro und startete den PC, rief meine Emails ab und erhielt eine Einladung zu einem Event der morgen um 10.00 stattfinden würde. Es ging am Event darum wie es weitergehen wird mit Sunrise. Mit einen etwas mulmigen Gefühl fragte ich meinen Chef: was meinst Du, sind unsere Arbeitsplätze in Gefahr? Antwort: Nein Dani, das kann ich mir nicht vorstellen. Unsere Abteilung rentiert und trägt einen wichtigen Teil zum Umsatz bei, was wir auch klar belegen können. Also keine Panik.

Wir sind also mit dem ganzen Team selbstbewusst am nächsten Tag in die dritte Reihe gesessen und dachten uns – hey Leute komm lass und noch ein Foto machen – wenn’s heute scheppert dann haben wir noch ein tolles Foto…dies taten wir auch. Es war das letzte Foto von uns. Der letzte Tag mit uns. Ja es hat mich erwischt und ich musste mit 250 andern Mitarbeitern innert 2 Stunden meinen Arbeitsplatz räumen. Freigestellt! Verstehen konnte das keiner. Ich auch nicht. Warum ich? Das ist nicht fair! Was habe ich falsch gemacht? Bin ich nicht gut genug? Wie geht es nun weiter? Sind meine Finanzen abgesichert? Rutsche ich jetzt in die Schulden? Muss ich zum RAV? Was mach ich jetzt? Es war die Massenentlassung 2015 bei der +- 20% der Belegschaft gehen musste.

Ein grosses Danke an der Stelle an meinen damaligen Chef und meine Partnerin, die mich sehr gut aufgefangen und unterstützt haben!

 

WIE WEITER?
6 Monate Freistellung – und jetzt? Also ab ins Ausland, Sprachen lernen und Ideen generieren, Kraft tanken und Sonne geniessen. Total 3 Monate Karibik mit Schule und vielen tollen Eindrücken. Und ich habe mich gefangen und bin voller Optimismus in die Schweiz zurückgekehrt. Ich hatte ja meine tollen Bewerbungen und einen gut gefüllten Rucksack an Erfahrungen und Referenzen. Was kann also schief gehen. Nun ja – so einiges. Meine damaligen Bewerbungen hatten zu wenig Aussagekraft und zu viel unnötiges Design. Ich musste mich also herantasten um einen optimalen Mix zu finden. Dies hat ganz schön gedauert. Bestimmt 6 Monate. Und PÄNG – Es schlug ein. Viele Gespräche und tolle Bekanntschaften – leider hat es dann aber doch nicht geklappt. Entlohnung zu gering, missverständliches Stelleninserat und sprachliche Defizite so weiter…

Also besuchte ich noch ein Kurs von RAV zum Thema Bewerbungsmarketing, Selbstmarketing und strategisches Interview Training. Ich mit meinen Designunterlagen bin wohl gut angekommen und konnte noch während dem Kurs 3 Aufträge erledigen. Allerdings noch keine Spur von einer Geschäftsidee. Erst als der Schulleiter auf mich zukam und sagte: Dani mach dich auf dem Thema selbständig. Genau solche Designs sind heute gefragt. Mach das! Da habe ich mich entschlossen es auszuprobieren. Erstellte mein Logo und die erste Website mit den ersten Preisen. Ich hatte ja noch keine Ahnung wie lange ich für eine Bewerbung benötigen würde. Aber egal – go for it! Auf LinkedIn und Facebook habe ich dann begonnen mit Werbung. Kostenlos und bezahlt. Beides hat zwar gefruchtet, allerdings waren es „nur“ 10 Aufträge in den ersten 2 Monaten. Aber hey – immerhin. Der Anfang war gemacht. Nach ungefähr zwei Monaten lernte ich von einem Kollegen wie ich mich auf LinkedIn vermarkte. Also hatte ich 6h täglich in LinkedIn verbracht und geschrieben und genetworked…Mittlerweile, und das ist jetzt 8 Monate her, darf ich über 6100 Kontakte zu meinem Netzwerk zählen. 10 Partner und über 200 Kunden, eine Weiterempfehlungsrate von 99% und immer mehr Leute, die sich für mein Business interessieren und mir sehr motivierende Nachrichten zukommen lassen. Ja sogar Investoren, die mit einsteigen oder die Firma übernehmen wollen gibt es. Ich bleibe aber aktuell noch unabhängig.

UP & DOWNS
Hört sich richtig gut an stimmts? Nicht immer – es gibt auch Tage oder Wochen die zu viel Belastung sind und ich zusammenknicke. Völliger Einbruch, null Motivation, null Antrieb. Wenig Umsatz tat dann das Übrige. Die Schwierigkeit liegt darin, sich JEDEN VERDAMMTEN TAG aufzuraffen und weiter zu machen. Vollgas zu geben und nicht aufzugeben. Sich Ziele stecken und diese verfolgen. Gnadenlos. Und wenn dann wieder ein positives Feedback eines Kunden eintrifft, gibt es ein Schub nach vorne. Man weiss jetzt, man tut das Richtige. Andern Menschen mit den eigenen Erfahrungen helfen zu können und parallel ein Business aufzubauen ist wirklich grandios.

Ich möchte allen meinen Kunden, Partnern, Freunden, Kollegen, Bekannten und Verwandten danken für die stetige Unterstützung in Form von Motivation und Knowhow. Ohne euch wäre ich erst halb so weit, wenn überhaupt.

WAS HEUTE IST
Nach nun 3 Jahren habe ich doch so einiges geschafft. Und ich bin auch nicht mehr alleine. Folgendes habe ich erreicht:
– Über 900 Menschen im Bewerbungsprozess erfolgreicher gemacht
– Der erste Schweizerdeutsche Karriere Podcast
– Der erste Karriere Online Kongress der Schweiz mit +620 Teilnehmern
– Eigener Offline Event (Careerboost Day) in 3 Städten
– Eigenes veröffentlichtes Buch
– Erreichte Erfolgsrate von 93-100%
– Top 1% LinkedIn User in der CH mit +1.5 Mio. Views pro Jahr
– Mehrere Publikationen in Magazinen
– Auftritte als Speaker und Keynote Speaker
– Einige durchgeführte Workshops

Ich möchte jedem da draussen sagen – gib nicht auf! Egal ob im Job, im Bewerbungsprozess oder in einem Projekt…egal…geh DEINEN WEG! Sei Einzigartig – mit der Masse gehen kann jeder!

Und damit schliesse ich meinen Beitrag mit den besten Motivationsgrüssen die ich zur Verfügung stellen kann.

Grüsse Dani – weil Selbstmarketing alles ist!

 

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Die zusammenarbeit mit dani ist intensiv und sehr inspirierend. Das resultat überwältigend. Sprich mit ihm, zeig ihm deinem charakter und du wirst verblüfft sein, wie punktgenau er deine bewerbungsunterlagen zusammenstellt. Vielen herzlichen dank!

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